die Kapelle

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das aus dem Jahr 1785 stammende Wohnhaus der wohlhabenden Zündorfer Kaufmannsfamilie Peletier vom Orden der Cellitinnen übernommen und in das Kloster zum heiligen Josef umgewandelt. In den Jahren 1887 - 88 entstand als Ersatz für das mit einer Statue des Heiligen Joseph versehene Hauskapellchen die neue Herz-Jesu-Kapelle als schlichte, einschiffige Saalkirche mit einem Polygon-Chor in neugotischen Stilformen aus Backsteinmauerwerk. Sie diente dem Kloster und dem später dort eingerichteten Altenheim als Gottesdienstraum. Der gesamte Bau ist den Kirchenbauten des Kölner Baumeisters Vincenz Statz (1819 - 1898) verwandt und gliedert ihn in die große Familie der neugotischen Kirchen und Kapellenbauten des Kölner Raumes ein. Das steile Satteldach bekrönt ein kleiner Dachreiter mit Spitzhelm. Im schlichten Innenraum ruhen die Kreuzrippengewölbe auf Engelskonsolen.

Seit 1974 betreuen die Nonnen das neue Zündorfer Altersheim. Der Klosterkomplex ging an die Stadt Porz, die ihn an eine Eigentümergemeinschaft mit dem Ziel verkaufte, einen Teil der Anlage der Öffentlichkeit für kulturelle Anlässe zu öffnen. Seit 1985 zeigte Wolfgang Amadeus Erdle hier mit seiner „Galerie im Alten Kloster“ in einigen Klosterräumen moderne internationale Kunst aus allen Ländern der Erde.

Weiterführende Informationen sind in einem kulturhistorischen Aufsatz enthalten.

ver. 1.03